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Leia murele lahendus

Sa ei ole oma murega üksi. Siit leiad vastuse erinevatele diskrimineerimist puudutavatele küsimustele. Oleme siin selleks, et Sind aidata.

Kann ein Bewerber / eine Bewerberin nach seinen religiösen oder anderen (z.B. politischen) Überzeugungen gefragt werden?

Der Arbeitgeber / die Arbeitgeberin darf den Arbeitsuchenden / die Arbeitssuchende nicht nach seinen / ihren religiösen oder sonstigen Überzeugungen fragen, da es nicht erlaubt ist  bei dem / der Arbeitssuchenden  nach den Informationen zu verlangen, die nicht die Eignung der jeweiligen Person für den Arbeitsplatz betreffen. Ebenso zeigen die Überzeugungen einer Person nicht an, wie erfolgreich der Bewerber / die Bewerberin im Job ist.

Der Weltanschauungsfreiheit  steht laut Põhiseaduses ein besonderer  Schutz zu, und es heißt, dass das Recht aller auf Wahrung der Familie und der Privatsphäre auch den Schutz der Religion und anderer Überzeugungen einschließt.

Das Võrdse kohtlemise seadus  verbietet es, die Menschen wegen Glaubensbekenntnisses bzw. wegen der Überzeugungen  beruflich schlechter zu stellen. Man darf die  Menschen nicht danach auswählen, ob sie religiös sind oder nicht, zum Beispiel bei der Bewerbung um die Stelle eines Lehrers  / einer Lehrerin einen Atheisten / eine Atheistin  vorziehen. Das Vorurteil, dass eine Person mit einer etablierten religiösen Überzeugung ihre Religion verbreiten bzw. anderen aufzwingen will, kann zu Diskriminierung führen. Eine Bewertung nach diesem Stereotyp sollte daher vermieden werden.

In Ausnahmefällen gilt die Bevorzugung der Beschäftigung einer Person eines bestimmten Glaubensbekenntnises nicht als Diskriminierung, wenn dies sich aus einem beruflichen Erfordernis ergibt. Bei beruflichen Tätigkeiten in Organisationen, die auf Glaubensbekenntnis oder Weltanschauung beruhen, gilt die Bevorzugung der Beschäftigung von Personen mit ähnlicher Weltanschauung nicht als Diskriminierung.

Wenn in einer politischen, religiösen oder auf Weltanschauung gründenden Organisation die Arbeit in einer bestimmten Position eng mit bestimmten Überzeugungen verbunden ist, kann der Arbeitgeber / die Arbeitgeberin der Person, die die Position sucht, Fragen zu religiösen oder anderen Überzeugungen stellen. Zum Beispiel ist es zulässig, einen Bewerber / eine Bewerberin um eine Stelle als  Lehrer / Lehrerin der Sonntagsschule der Lutherischen Kirche nach seinem / ihrem religiösen Glauben und seiner Zugehörigkeit zu einer Gemeinde zu fragen. Ebenso kann eine Organisation, die sich  für die ethische Behandlung von Tieren einsetzt, bei der  Einstellung eines Kommunikationsspezialisten  die Weltanschauung der Person zu einem Kriterium machen, das mit den Ansichten der Organisation zum Umgang mit Tieren übereinstimmt.

Ausnahmen gelten jedoch nur für Stellen, bei denen der Inhalt der Arbeit  das Vorhandensein einer festen Überzeugung voraussetzt. Wenn dieselbe Organisation einen Mitarbeiter / eine Mitarbeiterin für einen Job auswählt, für den die Art  der Arbeit kein bestimmtes Glaubensbekenntnis oder Weltanschauung voraussetzt, z. B. einen Handwerker / eine Handwerkerin, einen Buchhalter / eine Buchhalterin oder einen Hausmeister / Hausmeisterin, muss bei der Einstellung des jeweiligen Mitarbeiters / der jeweiligen Mitarbeiterin der Grundsatz der Gleichbehandlung beachtet werden.

Wenn Sie keine Antwort auf Ihr Anliegen gefunden haben, sollten  Sie sich per E-Mail an den  Gleichstellungsbeauftragten unter der Adresse avaldus@volinik.ee wenden. Die Identität der Person, die sich an den Beauftragten wendet, wird nicht bekannt gegeben, und auf Wunsch wird die Anonymität gewährleistet.